Montag, 15. September 2014

Winterkrieg - Philip Teir





Winterkrieg - Philip Teir
384 Seiten 
ISBN:  978-3896675347
19,99 Euro


Klappentext:

Der große Gesellschaftsroman aus Finnland: ein zeitloses Bild derer, die alles haben und gerade deshalb nicht glücklich sein können.

Max Paul ist Soziologe an der Universität von Helsinki und zugleich erfolgreicher Buchautor. Sein akademisches Steckenpferd sind Sexualität und Ehe – seine eigene Ehe jedoch funktioniert schon lange nicht mehr. Während Max und seine Ehefrau Katriina in eine immer tiefere Krise geraten, hadern auch ihre erwachsenen Töchter mit ihrem jeweiligen Lebensmodell: die Lehrerin und zweifache Mutter Helen genauso wie die Kunststudentin Eva, die mit knapp dreißig ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Als Eva eine Affäre mit ihrem Dozenten anfängt und Max eine mit einer jungen Journalistin, spitzt sich in einem kalten Winter in Helsinki die Situation der Familie Paul zu.

Ein brillant erzählter, psychologisch raffinierter Gesellschaftsroman über eine globale Mittelschicht auf der Suche nach dem Lebenssinn, hin- und hergerissen zwischen dem Streben nach Unabhängigkeit und der Sehnsucht nach Sicherheit.


Meine Meinung:

"Den Hamster der Enkelkinder einzufrieren war der erste Fehler gewesen, den Max und Katriina in diesem Winter begangen hatten - bis zu ihrer Trennung sollten noch viele folgen." Der erste Satz in diesem Roman klang schon mal nicht schlecht, dachte ich. Der Roman hat mich auch gut unterhalten, aber eben nur unterhalten und nicht begeistert.

Die Eheleute Max und Katriina Paul leben nur noch nebeneinander her. Katriina trinkt, weil sie von Max eigentlich gar nicht mehr beachtet wird und Max geht in seiner Rolle als Autor richtig auf. Er scheint in der Midlife-Crisis zu sein, denn er versucht ein Techtelmechtel mit seiner ehemaligen Studentin, die ihm bei seinem Buch helfen soll, anzufangen. Das ist auch schon fast die ganze Handlung. Zwischendrin wird auch noch mal von den Töchtern Eva und Helen berichtet. Allerdings sind die beiden meiner Meinung nach nicht wichtig für die Handlung.

Der Roman verbreitet eine düstere Stimmung, genauso wie ich es mir bei einem finnischen Roman vorstelle. Außerdem ist der Roman gespickt mit finnischen Straßennamen, Orten und Gegenden. Nicht gut gefallen hat mir, dass die Personen blass geblieben sind. Ich bin mir nicht sicher, ob es am Erzählstil liegt oder ob der Autor einfach nicht in der Lage war, die Charaktere tiefergehend zu beschreiben. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, ist aber trotzdem nicht langweilig. Das Ende war für mich nicht zufriedenstellend, es hat sich zwar so abgezeichnet, wurde dann aber letztendlich in ein paar Sätzen abgehandelt. Das hätte ich mir doch ein wenig anders gewünscht.

Für ein Romandebut ist es in Ordnung, allerdings würde ich nicht noch ein Buch von dem Autor lesen. Dafür war es mir einfach zu langweilig.


Über den Autor:


Viele Informationen konnte ich über den Autor leider nicht herausfinden. Er wurde am 5. August 1980 geboren und ist ein finnisch-schwedischer Journalist. "Winterkrieg" ist sein erstes Buch. Bisher hat er nur Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben. Eine Homepage konnte ich gar nicht entdecken. 

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