Freitag, 12. September 2014

Schattenjunge - Carl-Johan Vallgren





Schattenjunge - Carl-Johan Vallgren
400 Seiten 
ISBN:  978-3453269460
19,99 Euro



Klappentext:

In den überfüllten Gängen der Stockholmer U-Bahn versucht ein Vater, mit seinen Kindern den Zug zu erreichen. Sie sind spät dran, der Jüngste im Kinderwagen brüllt, sein siebenjähriger Bruder weigert sich, mit dem Fahrstuhl zu fahren. Er quengelt so lange, bis eine fremde Frau anbietet, ihn die Treppe mit hinaufzunehmen. Widerstrebend willigt der Vater ein. Er sieht seinen Sohn nie wieder. Viele Jahre später verschwindet auch der Bruder des Jungen unter mysteriösen Umständen. Danny Katz wird von der Frau des Verschwundenen auf den Fall angesetzt. Und er ist nicht allein. Je tiefer er in die Machenschaften eines mächtigen Familienimperiums eintaucht, umso komplexer wird der Fall.


Meine Meinung:

Ich wusste, dass ich so meine Probleme mit den Autoren aus den Norden habe. Anfangs war ich wirklich angetan von dem Buch aber mit der Zeit hat es mich immer mehr gelangweilt.

Das Buch beginnt 1970, als Kristoffer auf einem Bahnsteig entführt wird. Bis zum heutigen Tag, die Erzählung spielt im Jahr 2012, gibt von dem Jungen kein weiteres Lebenszeichen. Dann wird auch sein jüngerer Bruder Joel entführt. Joels Frau nimmt Kontakt zu seinem ehemaligen Freund auf, der ihn suchen soll.

Eigentlich hört sich die Geschichte ja gut an. Ein ehemaliger Junkie, der durch einen Freund wieder ins Leben zurück gefunden hat, soll  seinen Freund aus Schultagen suchen. Zu Beginn ist die Geschichte auch wirklich interessant. Dieser Freund, Danny Katz, kennt sich ein wenig aus mit Recherche, weil er beim Geheimdienst gearbeitet hat und findet einige interessante Dinge heraus, die ihm helfen, auf Joels Spur zu kommen.  Bis zur Mitte des Buches hat es mir wirklich gut gefallen, dann wurde es immer langweiliger. Es tauchten plötzlich Personen auf, die Katz bei der Suche helfen, zum Teil ohne dass er davon weiß. Das Ende war dann auch nicht mehr spektakulär, weil ich mir schon relativ früh ausmalen könnte, was geschehen sein muss.

Anscheinend hat der Autor zuvor keine Thriller geschrieben und ich finde, das merkt man auch. Er mag ja in seinem Genre ein angesagter Autor sein, aber mich hat er hier nicht überzeugt. Ich kenne aber auch keine anderen Bücher von ihm.  Mich hat es ein wenig genervt, dass die Charaktere mit wenig Tiefgang beschrieben waren, denn der Funke ist bei mir gar nicht übergesprungen.

Ich kann hier leider keine Leseempfehlung geben.


Über den Autor:

Carl-Johan Vallgren wurde am 26. Juli 1964 in Linköping/Schweden geboren und schreibt nicht nur, er macht auch noch Musik. Er ist einer der bekanntesten und beliebtesten Autoren in Schweden.
Für einen seiner Romane "Die Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe" hat er einen schwedischen Literaturpreis, den August-Preis, gewonnen.

Für weitere Informationen über den Autor, seine Bücher und seine Musik kann man auf der Seite vallgren.nu stöbern, allerdings nur auf schwedisch. 

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