Mittwoch, 17. September 2014

Ozzy: Die Autobiografie - Ozzy Osbourne mit Chris Ayres






Ozzy: Die Autobiografie
480 Seiten 
ISBN:  978-3453676053
9,99 Euro


Klappentext:

Der legendäre "Prince of Darkness" erzählt alles

Der König des Heavy Metal hat es geschafft: Seine Memoiren erscheinen noch zu Lebzeiten. Und sie werden alle begeistern, Jung und Alt: Die Fans seiner wegweisenden Band Black Sabbath und die Millionen Zuschauer der Kult-TV-Serie "Die Osbournes". In bester Monty-Python-Manier erzählt Ozzy von seiner Kindheit, seinem Traum vom Rockstarleben, dem Schock des Berühmtseins und den vielen ungesunden Nebenwirkungen.

"Im Laufe der Jahre ist allerhand verrücktes Zeug über mich erzählt worden: »Er hat einer Fledermaus den Kopf abgebissen.« Stimmt. »Er hat einer Taube den Kopf abgebissen.« Stimmt auch. Aber dann hörst du Sachen wie: »Ozzy kam gestern Abend zum Auftritt, aber er wollte nicht auf die Bühne, bevor er nicht fünfzehn Hundewelpen getötet hatte ...« Fünfzehn Welpen töten? Ich? Ich liebe Welpen. Ich hab achtzehn von den verfickten Dingern bei mir zu Hause.

Diese Geschichten verfolgen mich. Jeder Tag meines Lebens war ein Ereignis. Dreißig verfluchte Jahre lang genehmigte ich mir jeden Tag eine tödliche Kombination aus Hochprozentigem und Drogen. Ich überlebte einen Zusammenstoß mit einem Flugzeug, diverse Überdosen und Geschlechtskrankheiten. Ich wurde des versuchten Mordes angeklagt. Und dann wäre ich am Ende fast gestorben, als ich mit so einem Gelände-Bike im Schneckentempo über eine Bodenwelle fuhr. Die Leute fragen mich, wie es sein kann, dass ich noch am Leben bin. Ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll. Aber hier bin ich jetzt, bereit, euch meine Geschichte zu erzählen, in meinen eigenen Worten, zum ersten Mal."


Meine Meinung:

Vorab: Ich war nie ein riesengroßer Ozzy-Fan, obwohl ich die Realityshow um die Osbournes wirklich gern gesehen habe. Wenn man diese Sendung kennt, kann man sich schon mal in etwa vorstellen, wie das Buch geschrieben ist.

Ozzy beginnt mit seiner Jugend und arbeitet ich bis zum Jahr 2009 vor, in dem das Buch erschienen ist. Dabei kommt er sehr liebenswert rüber, obwohl er ganz viele Geschichten erzählt, die man eigentlich gar nicht wissen will. Über Dinge, die er im Alkohol- und Drogenrausch getan hat und die er laut Buch mittlerweile bereut. Obwohl viele Szenen sich um seine Abhängigkeiten drehen, erzählt er auch sehr interessante Details aus seinem Leben, beispielsweise wie der Rausschmiss aus der Band Black Sabbath entstanden ist oder wie er seine Frau Sharon kennen gelernt hat.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und dem Sprachgebrauch Ozzys angepasst. Es wird zwar nicht so viel geflucht wie in "The Osbournes", aber man kann sich gut vorstellen, dass Ozzy munter drauf los erzählt hat, während Chris Ayers alles auf Band aufgenommen hat. Die Erzählungen springen auch ziemlich in der zeitlichen Reihenfolge innerhalb der Kapitel hin und her, fast so, also wäre Ozzy bei einem Stichwort eine Anekdote eingefallen. Mir hat gut gefallen, dass bei den Erzählungen Ozzys Humor durchgekommen ist. Manche Geschichten sind sehr witzig, andere dagegen widerwärtig.

Für mich war es ein wenig so, als würde mir mein Großvater von seinem wilden Leben erzählen - aus dem Nähkästchen, ungeschönt und ab und an bestimmt auch etwas übertrieben. Immerhin kennt man nach der Lektüre auch den Hintergrund zu der Geschichte, warum Ozzy einer Fledermaus den Kopf abgebissen hat.


Ich habe das Buch gern gelesen und kann es guten Gewissens weiterempfehlen, obwohl ich eigentlich kein Freund von (Auto-) Biografien bin. 

1 Kommentar:

  1. Stelle ich mir putzig vor! Aber Sprigen ist nich gut :-(

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