Freitag, 12. September 2014

Erbarmen - Jussi Adler-Olsen






Erbarmen  - Jussi Adler-Olsen
432 Seiten 
ISBN:  978-3423086370
9,95 Euro


Klappentext:

Der Albtraum einer Frau. Ein dämonischer Psychothriller. Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten. Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben? Der erste Fall für Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei, und seinen syrischen Assistenten Hafez el-Assad, der seinen Chef nicht nur durch unkonventionelle Ermittlungsmethoden überrascht ...

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, dass ich mich jahrelang gewehrt habe, diese Reihe zu lesen. Ich habe vor Jahren den zweiten Teil als Hörbuch gehört und war ganz und gar nicht begeistert. Nachdem der Gatte mir unfassbar lange gesagt hat, ich soll es mal wagen, habe ich es getan und es überhaupt nicht bereut.

Carl Mork ist nach einem Angriff auf ihn und seine Kollegen verbittert. Ein Kollege starb und einer ist ans Bett gefesselt. Um ihn aus der Abteilung loszuwerden wird kurzerhand das Sonderdezernat Q für ungelöste Fälle gegründet und Mork ist erst einmal der einzige Mitarbeiter, bis Hafez el-Assad - oder einfach auch nur Assad - als sein Assistent eingestellt wird. Die beiden lösen zusammen den Fall einer Politikerin, die auf einer Fähre spurlos verschwunden ist . Seit fünf Jahren wurde weder eine Leiche gefunden noch sonst ein Lebenszeichen von der Frau.

Vorab muss ich sagen, dass der Schreibstil Adler-Olsens leicht ist, so dass man entweder abends auf dem Sofa oder wie ich im Urlaub am Strand ohne viel Anstrengung mit Mork und Assad diesen Fall aufklären kann. Ich sage bewusst mit ihnen aufklären, weil die Charaktere so gestaltet sind, dass der Leser glaubt, dass er im Geschehen ist.  Mork ist ein zynischer Typ, den wohl niemand gern als Vorgesetzten oder auch nicht als Kollegen haben möchte. Er ist faul, versucht die Arbeit abzuwenden, aber wenn er einmal Blut geleckt hat, muss er den Fall auch lösen. Assad - an den ich übrigens mein Herz verloren habe - hilft ihm dabei. Wer Assad genau ist, kommt nicht heraus. Er ist ein Multitalent und hat nicht nur Ahnung vom Handwerken, er kann auch Verbindungen zwischen Begebenheiten so verknüpfen, dass er den ungelösten Fall zu einem gelösten Fall macht.

Der Fall, um den es im ersten Teil geht ist für mich eher im Hintergrund gelaufen, weil der Leser eben so viel über die Mork und Assad  erfährt. Die Geschichte der verschwundenen Frau wird vom Beginn der Entführung an immer mal wieder eingestreut, so dass der Leser genau weiß, was die ganze Zeit über geschehen ist. Das, was ihr angetan wurde, war  teilweise so grausam, dass es mich geschüttelt hat. Ich bezweifle nicht, dass es sowas wirklich gibt.

Wie man sehen kann, hat mich der erste Teil des Sonderdezernats Q vollkommen überzeugt, so dass ich in nicht allzu ferner Zukunft auch noch die weiteren Teile lesen werde. Diese Teile sind bereits erschienen:
2. Teil: Schändung
3. Teil: Erlösung
4. Teil: Verachtung
5. Teil: Erwartung

Über den Autor:

Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 in Kopenhagen geboren und ist der Autor von Kriminalromanen. Er hat nicht nur die Reihe über das Sonderdezernat Q geschrieben, sondern auch noch "Das Alphabethaus"  und "Das Washington-Dekret".

Mehr über den Autor kann man hier erfahren:  www.jussiadlerolsen.dk/de/#intro

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen