Sonntag, 1. Juni 2014

Als wir unsterblich waren - Charlotte Roth




Als wir unsterblich waren - Charlotte Roth
576 Seiten 
ISBN:  978-3426512067
9,99 Euro

  
Klappentext:

November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex­andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird. 


Meine Meinung:

Endlich durfte ich mal wieder ein Buch meiner Lieblingsautorin Charlotte Lyne (oder auch Carmen Lobato oder eben Charlotte Roth) genießen. Ich weiß nicht genau, was sie mit den Worten macht, aber schon nach den ersten Seiten war ich mittendrin. Ihr mögt mir bitte verzeihen, wenn ich nicht so ganz objektiv sein kann, denn bisher mochte ich alle ihre Bücher. Sehr sogar.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. Einmal 1989 zur Zeit der Maueröffnung. Alexandra wohnt mit ihrer Momi (sagte ich schon, dass ich die Spitznamen in diesem Buch total toll finde?) ziemlich abgeschirmt in Berlin als sie die Nachricht erhält, dass die Mauer geöffnet wird. Alexandra macht das alles Angst und als sie dann auch noch mehr oder weniger zufällig Oliver kennenlernt und sich sofort verliebt, ist sie völlig verwirrt.
Die zweite Zeitebene  wird ab dem Jahr 1912 erzählt. Für mich war das der interessantere Handlungsstrang. Es geht vorwiegend um Clemens und Paula, die politisch sehr engagiert sind. Ihr Lebensweg vor, während und nach dem ersten Weltkrieg wurden so lebensecht beschrieben, dass ich mir direkt noch Bücher zu dem Thema, allerdings in Romanform, bestellt habe.

Ich bin politisch nicht sehr versiert, daher ist es mir anfangs schwer gefallen über die politischen Themen den Überblick zu behalten. Aber das hat sich dann irgendwann gelegt. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und meiner Meinung nach völlig glaubwürdig.

Lobend muss ich noch erwähnen, dass das Cover und der Titel perfekt zum Inhalt passen. Der Klappentext drückt - wie ich es schon sehr oft festgestellt habe - nicht annähernd aus, was in dem Buch steckt.

Wer die Autorin noch nicht kennt, sollte sich ranhalten und es einfach mal versuchen. Ihr werdet es nicht bereuen.

Noch ein kleiner Hinweis:

Die Autorin veröffentlicht im November 2014 den historischen Roman "Kinder des Meeres" unter dem Namen Charlotte Lyne und im Februar 2015 "Die Stadt der schweigenden Berge" unter dem Pseudonym  Carmen Lobato. 

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