Dienstag, 11. März 2014

Almuth spielt auswärts

400 Seiten 
ISBN:  978-3866123526
14,99 Euro

Klappentext:

Für Almuth bleibt manches im Leben immer gleich: Die genialen Spielzüge des FC Barcelona, ihr Alltag als Hausfrau und ihr Ehemann Günter. Doch als sie gemeinsam mit ihren Freundinnen Lilo und Paula eine Reise in die Schweiz macht, ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war. »Das Geld muss weg, das wird sonst schlecht“«, sagt Paula, die eine Erbschaft gemacht hat, und lädt ihre Freundinnen Almuth und Lilo zu einem Urlaub in die Schweiz ein -– denn wo kann man sein Geld besser verprassen? Gesagt, getan, Almuth kocht ihrem Gatten Günter für eine Woche sein Essen vor, packt die Wanderschuhe ein, und es kann losgehen! Doch angekommen im Hotel, will sich die erhoffte Fröhlichkeit bei den drei Damen nicht so recht einstellen. Paula liegt erfolglos auf der Lauer nach einem Urlaubsflirt, Lilo ist sowieso bekümmert, weil frisch verwitwet, und Almuth findet es merkwürdig, Günter nicht an ihrer Seite zu haben. Als sie aber am dritten Abend einen netten Mann kennenlernt, der genauso für Fußball brennt wie sie und auch noch Jens Lehmann heißt, ist alles plötzlich ganz anders ...

Meine Meinung:

Normalerweise ist bei mir schon der erste Satz eines Buches entscheidend. Bei Almuth war es: "Fotzelschnitten." Aha! Hä? Ganz ehrlich, was soll man davon halten?

Almuth, oder wie ihr Mann Günther sie nennt, Almupfel fährt mit ihren zwei Freundinnen in den Urlaub. Die eine ist frisch verwitwet, die andere hat einen durch Abwesenheit glänzenden Ehemann und Almuth, Almuth hat Günter - sie ist Hausfrau, er Lehrer. Langweile auf ganzer Linie. In diesem Frauenurlaub lernt Almuth Jens kennen und irgendwie auch sich selbst.

Eigentlich passiert nicht viel in diesem Buch. Die drei fahren in den Urlaub, verbringen dort ein paar Tage und fahren wieder nach Hause, zwischendurch lernt Almuth Jens kennen. Der Leser wird in die Gedanken von Almuth eingeweiht und die sind einfach köstlich. Sie hört ein Wort, sinniert darüber und kommt von  einem Gedanken zum anderen. Der Humor der denkenden Almuth ist tausend mal lustiger als der Humor der sprechenden Almuth. Zumindest anfangs. Manches Mal habe ich mich dabei erwischt, dass ich mir über einige sinnlose Dinge genauso viel Gedanken mache wie sie, beispielsweise warum ein James Bond nie schlafen muss oder niemand mehr das Wort Hallodri benutzt. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto lustiger wurden die Dialoge, obwohl sie völlig authentisch sind. Schon so oft habe ich Gespräche belauscht, Entschuldigung, mitbekommen, die unfreiwillig vor Situationskomik überliefen. So ist es auch in diesem Buch.

Die Kapitel sind kurz und das Buch ist nicht besonders anspruchsvoll, kann also gern nach einem anstrengenden Arbeitstag zur Entspannung weg gelesen werden.

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht und bekommt von mir die volle Punktzahl. 

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