Dienstag, 2. Juli 2013

Artikel 5



Artikel  5 - Kristen Simmons
432 Seiten 
ISBN: 978-3492702867
16,99 Euro

Klappentext:

Wer nach Einbruch der Dämmerung sein Haus verlässt, Bücher liest oder uneheliche Kinder zeugt, wird im Amerika der Zukunft hart bestraft. Denn die sog. Moralmiliz entmündigt mit ihren totalitären Artikeln die Bürger der Vereinigten Staaten. Ember ist eines der unzähligen Opfer jener neuen Gesetze und muss für ihre Freiheit kämpfen ... Religiöser Fanatismus hält Einzug in die Vereinigten Staaten: Wer gegen die strengen Statuten der Moralmiliz verstößt, dem stehen öffentliche Demütigung, Haft und sogar der Tod bevor. Die 17-jährige Ember lebt mit ihrer Mutter allein und versteckt. Doch trotz aller Schutzmaßnahmen wird ihre Mutter verhaftet. Sie hat gegen Artikel 5 der Moralstatuten verstoßen, weil sie nicht mit Embers Vater verheiratet war. Ember wird in einer Besserungsanstalt für Mädchen gebracht und lernt dort Hass, Gewalt und fanatische Moralisten kennen. Sie weiß, sie muss ihre Mutter retten, koste es was es wolle ... und dazu braucht sie Hilfe des Mannes, der ihre Mutter verhaftet hat: Embers große Liebe, Chase.

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, dass es mir sehr schwer gefallen ist, in die Handlung zu kommen, obwohl ich eigentlich diese Art Romane sehr gern mag. Nach ca 50 Seiten hat es mich aber dann doch gepackt und ich konnte kaum aufhören zu lesen.

Ember lebt mit ihrer Mutter in den USA zu einer Zeit nach einem  Krieg. Es gibt fünf Artikel, die streng befolgt werden müssen. Unter anderem den Artikel 5, der besagt, dass nur als vollwertiger Staatsbürger angesehen wird, wer als Kind eines verheirateten Paares auf die Welt kommt. Demnach verstößt Ember gegen diesen Artikel. Sie hält sich mit ihrer Mutter so gut es geht versteckt und versucht unsichtbar zu bleiben. Eines Tages erscheint die MM, das von den Bürgern Moralmiliz genannte Federal Bureau of Reformation und nimmt Embers Mutter und auch sie mit. Die beiden werden getrennt und Ember landet in einer Resozialisierungsanstalt, kann aber mit Hilfe ihres Freundes Chase, den sie schon ihr Leben lang kennt, flüchten. Seit Chase der Moralmiliz angehört, hat sich sein Wesen verändert. Das bemerkt Ember im Laufe des Buches, als die beiden auf der Suche nach Embers Mutter sind.

Das Buch ist durchgehend düster gehalten. Ember und Chase sind die ganze Zeit über auf der Flucht, man weiss nie, was die beiden erwartet. Die Autorin hat sich allerlei fiese Dinge ausgedacht, wie z. B. Hinrichtungen, wenn nicht nach den Artikeln gelebt wird oder jemand irgendwie auffällig ist. Die Städte sind zum Teil verlassen und heruntergekommen, dennoch leben dort Menschen in völliger Armut und Verzweiflung.  Das ganze Buch über fragt man sich, ob die Protagonisten, den Personen, die sie gerade kennenlernen überhaupt trauen können. Manchmal können sie es, manchmal nicht und schon befinden sie sich wieder in einem neuen Schlamassel.


Leider sind die Personen für mich sehr blass geblieben, was aber der Spannung und dem Ideenreichtum der Autorin nicht geschadet hat, daher gibt es von mir die volle Punktzahl. 

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