Sonntag, 9. Juni 2013

Tage des Monsuns




Tage des Monsuns - Laila El Omari
638 Seiten 
ISBN: 978-3828992719
9,99 Euro

Klappentext:
1875: Inmitten der üppigen Schönheit Südindiens lebt Katrina Alardyce nach einer skandalösen Scheidung zurückgezogen bei ihrem Bruder. Der damit verbundenen
Unmündigkeit hofft sie durch eine Vernunftehe mit dem undurchsichtigen Aidan Landor zu entkommen. Mit ihrer Mitgift erwirbt er eine Teeplantage in den fruchtbaren
Bergen von Nilgiri. Doch es ist überwiegend Katrina, die sich den Teegärten widmet, denn Aidan verschwindet immer wieder unter fadenscheinigen Begründungen. Mehr und mehr wird Katrina bewusst, dass sie kaum etwas von ihrem Mann weiß, an den sie mittlerweile mehr als nur Vernunft bindet …

Meine Meinung:
Kaum zu glauben, aber das war mein erstes Buch von Laila El Omari. Kaum zu glauben deswegen, weil ich die Art Bücher sehr gern mag. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Katrina ist geschieden und seit ihr Mann einen Rechtsstreit mit ihr geführt hat, wird sie von der Gesellschaft geächtet. Sie lebt bei ihrem Bruder Charles, der sie so schnell wie möglich wieder verheiraten möchte. Als sie Aidan über den Weg läuft und er ihr einen Antrag macht, geht sie darauf ein um ihren Sohn zu schützen. Ihr Ex-Mann Stephen möchte nämlich das Sorgerecht für Caleb bekommen. Anfangs scheint es eine reine Vernunftehe zu sein, doch  Katrina merkt, dass ihr Aidan immer wichtiger wird. Dabei hilft es natürlich nicht, dass Aidan ständig verreist und ihr gegenüber verschlossen ist, was diese Reisen angeht. Er scheint ihr gegenüber ziemlich viele Geheimnisse zu haben, denn die beiden können kaum miteinander reden. Auch akzeptiert Aidans Vater die Verbindung zwischen Katrina und ihm nicht.  

Die Charaktere haben mir wirklich gut gefallen und gerade bei Aidan hat man die Entwicklung vom Egoisten zum Familienvater Schritt für Schritt miterlebt. Katrina dagegen versucht irgendwie klar zu kommen ohne ihren Mann mit Problemen zu behelligen - wenn er dann mal da ist. Die Freunde und die Familie der beiden waren absolut authentisch dargestellt.

Die Autorin hat viele Landschaftsbeschreibungen und einige Sätze über Teeherstellung  und -handel mit einfließen lassen, so dass man sich wirklich im Geschehen befand. Beim Lesen hatte ich nicht selten Lust einen leckeren Tee zu trinken und vielleicht doch mal wieder zu verreisen.


Von mir gibt es die volle Punktzahl für ein wunderschönes Buch, das mit sehr viel Liebe geschrieben wurde. 

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