Sonntag, 7. April 2013

Starters



Starters - Lissa Price
400 Seiten 
ISBN: 978-3492702638
15,99 Euro

Klappentext:

Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant ... Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...

Meine Meinung:

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die gerade den dritten Weltkrieg hinter sich hat. Du bist vielleicht hundert oder hundertfünfzig Jahre alt und kannst ein neues Leben im Körper eines Jugendlichen anfangen. Alles, was du dafür machen musst, ist, einen Vertrag bei der Body Bank unterschreiben und eine Mietgebühr zahlen. Was mit den Jugendlichen geschieht, ist dir egal, es geht nur um dich und deinen Wunsch noch einmal jung zu sein.

Jetzt stell dir vor, du bist einer von diesen Jugendlichen, also ein Starter. Du bist sechzehn und lebst auf der Straße, weil du keine Angehörigen mehr hast. Du durchwühlst Mülltonnen um für dich und deinen kranken kleinen Bruder etwas zu Essen zu finden. Du brauchst Medikamente für ihn, weil er eine seltene Lungenkranheit hat. Aber woher sollst du das Geld nehmen? Also entscheidest du dich dafür, deinen Körper an einen Ender - einen von den alten Menschen - zu verleihen. Alles was du dafür tun musst, ist, dir einen Chip ins Gehirn pflanzen lassen. Am Ende bekommst du ein Honorar und kannst für deinen Bruder sorgen.

Die Welt, in der Callie lebt, ist grausam. Ihre Eltern sind im Krieg gestorben und sie hat ihrem Vater versprochen auf Tyler, ihren kleinen Bruder aufzupassen. Es gibt nur noch Starters, die Jugendlichen und Enders, die Alten. Alle Menschen zwischen dreißig und sechzig sind ausgestorben, da sie keine Impfung gegen die Sporen, die bei dem Angriff abgeworfen wurden, bekommen haben.  Callies letzter Ausweg ist die Vermietung ihres Körpers an einen Ender, denn dafür bekommen die Starter viel Geld. So viel, dass sie zumindest für eine Zeit keine Häuser mehr besetzen müssen und regelmäßig Essen kaufen können. Leider gerät Callie bei ihrer Mieterin an eine Frau, die ihre verschwundene Enkelin rächen möchte. Obwohl es einige Vorsichtsmaßnahmen von Seiten der Body Bank gibt, begibt sich Callie in große Gefahr. Denn Helen, ihre Mieterin, kann plötzlich über ihre Gedanken Kontakt mit Callie aufnehmen und plant einen Mord. Sollte das gelingen, werden Helen und auch Callie sterben müssen. Callie glaubt, dass bei dem Verfahren bei der Body Bank einiges schief gelaufen. Bis sie sich klar wird, was passiert ist, ist es schon fast zu spät. Ihre einzigen Gedanken gelten Tyler, den sie unbeschadet aus dem Chaos heraus holen muss.

Dass das Buch ein Jugendroman ist, merkt man schnell an der einfachen Schreibweise. Entgegen einiger Rezis, die ich gelesen habe, finde ich nicht, dass dieser Roman der Panem Reihe ähnelt. Meiner Meinung nach sind die einzigen Parallelen die Welt nach dem dritten Weltkrieg - hoffnungslos und düster - und eine starke Protagonistin, die sich als Einzige gegen das System stellen möchte. Die Stimmung im Buch ist zum Teil sehr düster und deprimierend. Die Szenen mit Blake machen allerdings den Anschein, als würde doch noch alles gut werden.

Die Liebesgeschichte zwischen Callie und Blake dominiert das Buch nicht, sie ist eher fad und oberflächlich beschrieben. Ob es so von der Autorin geplant war, kann ich nicht sagen, aber es passte gut zum Buch. Die Machenschaften der Chefs der Body Bank stehen eher im Fokus des Geschehens.

Das Buch hat mir gut gefallen und aufgrund des Cliffhangers zum Ende des Buches werde ich den zweiten Teil auch noch lesen. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das man schnell weg lesen kann, weil der Sog der Ereignisse einen von Seite zu Seite zerrt. Den Kritiken bezüglich einiger Ungereimtheiten kann ich nicht zustimmen, für mich war alles stimmig.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen