Dienstag, 30. April 2013

Das fremde Haus




Das fremde Haus - Sophie Hannah
496 Seiten 
ISBN: 978-3404167692
9,99 Euro

Klappentext:

Als Connie »Zuhause« in das Navi im Auto ihres Mannes eingibt, wird sie an einen Ort geführt, der ihr vollkommen fremd ist: Bentley Grove 11, Cambridge. Sie stellt Kit zur Rede. Der behauptet, sie muss die Adresse selbst eingegeben haben. Kurze Zeit später steht das Anwesen zum Verkauf. Connie gelingt es, einen Blick in das Haus zu werfen. Sie entdeckt eine blutüberströmte Frauenleiche, die ihr verdammt ähnlich sieht!

Meine Meinung:

Wenn man größtenteils negative oder durchschnittliche Rezensionen eines Buches liest, kann man nicht mehr unvoreingenommen herangehen. Ich zumindest nicht. Anfangs war ich ganz schön skeptisch, aber letztendlich hat mich das Buch - bis auf das abstruse Ende bzw. die Auflösung - ganz gut gefallen.

Connie beschattet ihren Mann seit einem halben Jahr. Immer nur Freitags fährt sie nach Cambridge, Bentley Grove 11. Sie glaubt, ihr Mann lebt in Bigamie und hat dort seine zweite Familie. Herausgefunden hat sie es, weil sie zufällig mit seinem Wagen zum Einkauf gefahren ist und das Navi diese Adresse als Heimadresse angegeben hat. Natürlich gibt Kit, ihr Mann, nicht zu, dass er eine zweite Familie hat. Sie konfrontiert ihn immer wieder damit. Eines Tages sieht sie ein "Zu verkaufen" Schild vor dem Haus und sieht sich den virtuellen Rundgang auf der Homepage des Immobilienmaklers an. Was sie sieht, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren. Eine Tote Frau im Wohnzimmer von Bentley Grove 11, sie ist eindeutig tot, denn sie liegt leblos in ihrem eigenen Blut. Als sie Kit dazu holt, ist die Einstellung nicht mehr im virtuellen Rundgang. Natürlich glaubt ihr niemand, ihr Ehemann nicht, ihre verrückte Familie nicht und auch nicht die Polizei. Von da an versucht Connie herauszufinden, was dort passiert sein könnte.

Ein großes Plus bekommt das Cover von mir. Der Grundriss des Hauses und blutige Fingerabdrücke auf durchsichtigem Papier, das Buchcover selbst ist einfach nur weiß mit dem Namen des Buches. Die Kapitel sind für einen Psychothriller relativ lang. Für mich als "nur noch eben das Kapitel"-Leser für abends nach der Arbeit daher völlig ungeeignet.
Total genervt war ich von Connies total verrückter Familie. Sie haben die Wahrheit und das reale Leben total ausgeblendet und sich ihre eigene Wahrheit aufgebaut. Connie tat mir total leid, der Leser dreht sich mit ihr zusammen immer wieder im Kreis. Es geht immer nur um Bentley Grove 11. Kit dagegen blieb ein wenig blass, ich denke aber, dass das Absicht war. Er war zwar da, aber so unscheinbar, dass man ihn des öfteren vergessen hat. Die Ermittler waren sehr unterschiedlich aufgebaut, allerdings hat mich auch keiner von denen näher berührt. Sie waren zwar da, aber mehr auch nicht.

Tja, das Ende... Das hat mir gar nicht gefallen. So eine abstruse Geschichte, wer mit wem und nicht mit wem und noch mal eine Biegung und eine Abzweigung. Da hätte ich mir doch etwas gewünscht, was realistischer ist. Trotz allem bekommt das Buch von mir eine gute Wertung, weil es mich gut unterhalten hat und ich mit Connnie gerätselt habe, was in dem Haus geschehen ist. 

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