Mittwoch, 6. März 2013

Im Land der gefiederten Schlange



Im Land der gefiederten Schlange - Carmen Lobato
768 Seiten 
ISBN: 978-3426509791
9,99 Euro

Klappentext:

Voller Hoffnung wandert die Familie der jungen Katharina im 19. Jahrhundert nach Mexiko aus, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Heimweh und die schwierigen Lebensbedingungen machen ihren Verwandten das Einleben schwer. Katharina jedoch ist fasziniert von diesem Land, vor allem von dem jungen Benito, der sie in die Sagenwelt seiner Vorfahren einführt. Katharina, die sich nach Sicherheit und Geborgenheit sehnt, beneidet Benito um sein Zugehörigkeitsgefühl - vor allem, da es ein dunkles Geheimnis um ihre Herkunft zu geben scheint...

Meine Meinung:

Das Buch hat sehr lange  in meinem SuB gelegen, obwohl eine meiner Lieblingsautoren es unter Pseudonym veröffentlicht hat. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass sie eine Geschichte erzählt, die in Mexiko spielt. Aber da habe ich mich wohl gründlich vertan. Es wird wohl eins meiner Bücher des Jahres 2013 werden.

Katharina und Benito kennen sich seit ihrer Kindheit. Benito hat als Pferdeknecht für Katharinas Eltern gearbeitet, die als deutsche Einwanderer in Mexiko leben. Als sie ins Teenageralter kommen, merken sie beide, dass sie sich ineinander verliebt haben. Leider macht ihnen der mexikanisch-amerikanische Krieg einen Strich durch die Rechnung. Dieser macht es den beiden unmöglich, sich zu lieben. Allen voran ist Katharinas Familie gegen diese Verbindung und versucht alles um die beiden zu trennen. Viel mehr möchte ich dazu eigentlich auch gar nicht sagen um nicht zu viel zu verraten.

Die Autorin beschreibt das Land Mexiko als wäre es ihr Zuhause. Sie versetzt einen in Freude, Trauer oder Angst und lässt einen das Land lieben ohne es je gesehen zu haben. Und ich muss ehrlich zugeben, ich war auch ein wenig verliebt in Benito und vor allem in seine Sagenwelt. Die Kriegsgeschehen werden ausführlich beschrieben, so versteht man, warum Benito und Katharina eigentlich nicht zusammen sein können. Aber genau wie die beiden möchte man es nicht hinnehmen und einfach für diese Liebe kämpfen.

Und - was ich am liebsten habe - es ist ein sehr dickes Buch mit fast 800 Seiten und aus jeder dieser Seiten quillt die Liebe zum Land und zu den Leuten dort. Man kann das Buch. nebenbei bemerkt, nicht einfach runter lesen, sondern man muss es genießen. Man muss sich jeden einzelnen Satz auf der Zunge zergehen lassen und sich in das Geschehen hineinversetzen. Für Leser, die historische Romane gepaart mit fiktiven Geschichten mögen ist "Im Land der gefiederten Schlange" genau das richtige.

Und das Beste daran: Der zweite Teil "Im Tal der träumenden Götter" ist Anfang März 2013 erschienen und sollte spätestens morgen in meinem Bücherregal stehen. 

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