Samstag, 19. Januar 2013

Verachte nicht den Tod




Verachte nicht den Tod - Nadja Quint
301 Seiten 
ISBN: 978-3942446648
9,90 Euro

Klappentext:

Die Düsseldorfer Hauptkommissarin Evelyn Eick mutet sich zu viel zu. Ihr Vater liegt im Hospiz, und trotzdem übernimmt sie einen überaus schwierigen Fall.
Beim Tod einer jungen Frau deutet scheinbar alles auf einen natürlichen Tod hin, denn sie litt an Multipler Sklerose. Doch bei der Leichenschau entdeckt eine Amtsärztin, dass die junge Frau auf ungewöhnliche Weise vergiftet wurde. Der Hausarzt, der den Totenschein ausgestellt hat, behauptet, nichts davon bemerkt zu haben, aber von seiner Arzthelferin führt eine Verbindung zu einem dubiosen Notar, der mit seinem Verein ganz offen für aktive Sterbehilfe eintritt.
Bald darauf verschwindet die kleine Leonie aus einer Klinik. Sie ist unheilbar an Leukämie erkrankt. Und auch von Leonies Eltern führt eine Spur zu dem Sterbehilfe-Verein.
Während Evelyn ermittelt, rückt der Tod ihres eigenen Vaters unaufhaltsam näher.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch in einer Leserunde bei der Büchereule gelesen und war angenehm überrascht. Die Leseprobe von der Homepage kannte ich schon und wollte das Buch dann auch unbedingt lesen. Ich hatte das Glück, dass ich das Buch gewonnen habe und die Autorin hat es mir sogar signiert. 





Als Bettina Jäde an MS stirbt, kommt erst niemand auf die Idee, dass sie getötet wurde. Bis eine aufmerksame Amtsärztin einen Einstich im Bauchnabel findet, der bläulich verfärbt ist. Sie informiert die Polizei und damit ermittelt Evelyn Eick den Fall. Zwischenzeitlich wird die kleine schwer kranke Leonie entführt und die neue Bekanntschaft von Evelyns Vater, der im Hospiz lebt, verstirbt unter seltsamen Umständen.

Zu Anfang war ich von den seltsamen Charakteren verwirrt. Jeder vorgestellte Charakter hatte seltsame Charakterzüge und Eigenarten, dann kam Evelyn Eick ins Spiel. Sie hat mir sehr gut gefallen, weil sie einfach natürlich ist. Sie ist zwar sehr beherrscht, aber dabei freundlich und nett und vor allem will sie diesen Fall unter allen Umständen abschließen. Dass ihr Vater im Sterben liegt, erschwert die Ermittlungen für sie, aber am Ende ist das doch auf eine Art eine glückliche Fügung.

Die Autorin schafft es, die Leser zu verwirren und falsche Fährten zu legen. Zumindest war es bei mir so. Nach und nach kommt man den Tätern zwar auf die Schliche, aber erst im letzten Teil des Buches. Sowas gefällt mir gut. Ich mag keine Thriller aus der Perspektive des Täters lesen und möchte lieber den Fall mit den Ermittlern lösen und mit rätseln.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde gern eine Fortsetzung lesen. Leider steht noch nicht fest, ob es einen zweiten Teil geben wird. Allerdings erscheint im März ein weiteres Buch von der Autorin - ein historischer Eifel-Krimi "Das Mädchengrab"

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