Samstag, 6. Oktober 2012

Hypnose


400 Seiten
ISBN: 978-3453436367
8,99 Euro

Klappentext:

Ein eiskalter Mord im Freundeskreis. Die Journalistin Inka Mayer hat Zweifel am Geständnis ihrer Freundin Annabel. Inka hegt den Verdacht, dass Annabel das Opfer eines Hypnose-Experiments ist, das in der Klinik ihres Schwagers an ahnungslosen Patienten durchgeführt wird. Bei ihm ist auch Inka in Behandlung. Oder ist Hypnose so harmlos, wie er sie glauben machen will? irgendwer hat es scheinbar auch auf die Journalistin abgesehen. Ein Spiel um freien Willen, Wirklichkeit und Paranoia beginnt. Ein Spiel auf Leben und Tod.

Meine Meinung:

Bisher habe ich jedes Buch von Sina Beerwald gelesen oder gehört und da durfte das neue Buch nicht fehlen. So ganz konnte ich mir nicht vorstellen, wie sie den Sprung von historischen Romanen zum Thriller schaffen wollte, aber "Hypnose" hat mich überzeugt, dass das möglich ist. Die ersten dreißig Seiten plätscherten eher etwas daher bis plötzlich  der Mord an Jannis geschieht. Von da an konnte ich nicht aufhören zu lesen.

Inka Mayer, die Hauptperson dieses Buches, hat vor einem halben Jahr ihr Baby direkt nach der Geburt verloren und wurde dadurch total aus der Bahn geworfen. Als es ihr wieder besser geht, gibt sie eine Party um ihren Freunden zu zeigen, dass sie wieder da ist und es ihr wieder gut geht. Am Morgen nach der Party stellt sich raus, dass ihre Freundin Annabel ihren Freund Jannis umgebracht hat. Undenkbar für Inka, denn die beiden hatten große Pläne für die Zukunft und hatten auf der Party erst ihre Verlobung und die baldige Auswanderung nach Griechenland verkündet. Inka kommt das alles seltsam vor, also fängt sie an zu forschen, denn sie kann nicht glauben, dass Annabel Jannis umgebracht hat, obwohl diese ein Teilgeständnis abgelegt hat.

Sina Beerwald  hat es spannend gemacht. Ein mörderisches Spiel mit einem Brief, in dem steht, dass sie "tiefer graben muss", wenn sie die Wahrheit wissen will, der Polizei aber nichts sagen darf. Inka findet beispielsweise den Teddy ihres verstorbenen Kindes mit einem Messer im Bauch im Gartenschuppen, ihre Freundin Rebecca sieht diesen Teddy auch, allerdings nicht die Person, die Inka gesehen haben will. Inkas Mann Peter ist überzeugt, dass Inka unter Halluzinationen leidet und wirkt dadurch selbst verdächtig. Denn seit seit der Geburt des Kindes hält er sich von ihr fern oder ist es der Arzt, der die Hypnose bei ihr durchführt?

Dieses Buch ist so anders als all seine Vorgänger, hat  den Test aber eindeutig bestanden. Man leidet mit Inka mit, weiss selbst auch nicht mehr, was Wahrheit und was Fiktion ist und wer überhaupt Freund oder Feind ist. Genauso muss ein Thriller sein. Die Lösung wurde immer mal durch Überlegungen von Inka angeschnitten, wieder fallen gelassen und dann wieder erwähnt. Das Ende ist daher zwar nicht wirklich überraschend, passt aber total gut ins Bild.

Ich kann das Buch allen Thrillerfans wärmstens empfehlen,  schon allein deshalb, weil es der Auftakt einer Thrillerserie ist und man von Anfang an dabei ist. Nehmt euch nur ein wenig Zeit, denn wenn ihr die ersten dreißig Seiten hinter euch habt, wollt ihr immer nur weiter lesen. 

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